Zwischen Pinsel und Feder

Wer ab und zu mal bei mir im Shop vorbeischaut, wird feststellen, dass sich in der letzten Zeit einiges getan hat. Die Startseite ist schöner und bunter geworden und es sind viele neue Postkarten und Poster dazu gekommen. Seit kurzem habe ich für Händler und Wiederverkäufer auch einen Bereich in meinem Onlineshop eingerichtet. Händler und Wiederverkäufer erhalten, nachdem Sie mir eine Bestätigung Ihres Gewerbes vorgelegt haben, günstigere Konditionen für Poster und Postkarten. 

 

Ich habe mich nach längerer Zeit auch mal wieder an die Leinwand gestellt und es sind einige großformatige Acrylbilder entstanden. Manchmal muss es eben groß sein, finde ich. Ich liebe das meditative Zeichnen der Federzeichnungen und das Erstellen von neuen Postkarten und Postern, doch manchmal reizt es mich einfach, großformatig zu arbeiten und riesige Leinwände zu bemalen. Es ist eine ganz besondere Art der Kunst und auch eine andere Vorgehensweise. Wenn ich vor einer weißen Leinwand stehe, weiß ich eigentlich nie, wo ich am Ende landen werde. Ich lasse mich ganz von meinen inneren Impulsen leiten und so entstehen abstrakte Werke, die viel Interpretationsspielraum bieten. An der Leinwand kann ich mich so richtig austoben und meinen Gefühlen freien Lauf lassen, während das Zeichnen der abstrakten Federzeichnungen Ruhe und Konzentration erfordert. 

 

Je nach Stimmung hat beides seinen Reiz. Die Arbeit an der Leinwand macht viel Dreck, denn die Farbe spritzt in alle Richtungen. Da ich in einem Wohnatelier lebe, ist es natürlich eine Herausforderung, möglichst sauber zu arbeiten. Nicht selten trete ich in Farbe und hinterlasse auf dem Boden meine Fußabdrücke. Überall findet man Farbspritzer in den Räumen, eben eine richtige Künstlerwohnung. Ganz im Gegensatz zur Malerei ist das Zeichnen eine saubere Arbeit. Sie erfordert einen guten Arbeitsplatz mit optimalen Lichtverhältnissen. Beim Zeichnen höre ich gern Musik, vorzugsweise Minimalhouse oder genieße einfach die Stille. Das Zeichnen ist wie eine Meditation, in die ich ganz hineintauche und mich treiben lasse. Wenn ich eine Zeichnung beginne, zeichne ich oft, bis die Striche vor meinen Augen verschwimmen und ich zum Aufhören gezwungen werde.